2011. Am 22. Mai singt die Chorgemeinschaft in der Maiandacht in St. Silvester. Zum 62. Kreissingen des Sängerkreises FFB am 29. Mai in Mammendorf singt der Chor unter Leitung von Veronika Dietrich den Schlager „Tea for Two“ von Vincent Youmans. Am 4. Juni fand ein Treffen “Mittelstetten musiziert” mit sechs verschiedenen Musikgruppen im Gasthof „Post“ statt. 2.-4. September: Die Oberen in der Chorgemeinschaft waren doch zügig bereit, der Einladung vom Schweizer Männerchor aus Marbach zu einem Gegenbesuch nachzukommen. Am Freitag dieses Wochenendes machte man sich zum gemeinsamen Treffen in Richtung Rheintal und Kanton St. Gallen auf. Einen Besuchsanlass mehr bot das dort gerade stattfindende „Marbacher Gassenfest“. Der ehemalige Sangesbruder Josef Lais jun. hatte sich um die dortigen Organisationsdinge zur Begegnung gekümmert. Am Bus-Bord bei der Abfahrt in Mittelstetten zählte man 16 aktive Sänger/innen mit einigen Ehefrauen und –männern - sowie Inno Bader mit unverzichtbarer Zither. In der Nähe von Kißlegg im Allgäu gab’s schon die erste Rast für heiße Würstln, frische Winkler-Brezn und Bier. Alles großartig eingefädelt von Bentenrieder Michi, Toni Hamperl und Nebl Heinz. In Lindau folgte ein Umsteigen auf Schiffsplanken und Bodensee Richtung Bregenz und von dort weiter mit dem Bus nach Widnau im St. Galler Rheintal zum Hotel „Metropol“, dem Quartier für zwei kurze Nächte. Nach kleiner Erfrischung und Pause dann die Weiterfahrt nach Marbach zur herzlichen Begrüßung durch den Männerchor in der „Gassenfestbeiz“. Die Mittelstettener überbrachten als Gastgeschenk zwei 30-Liter Fässer Weißbier, die dankbar entgegengenommen und auch gleich angezapft wurden. Man verwöhnte die Angereisten mit „gluschtigen“ Speisen und Getränken und tobte sich dazu aus im Schwyzerdütsch. Der Männerchor sang einige seiner Bravourlieder und es war wieder ein Genuss zum Zuhören. Die Mittelstettener revanchierten sich u.a. mit einem Freundschaftslied, geleitet von Veronika Dietrich. Zwei Textzeilen dieses Liedes unterstrichen die Absicht des Treffens zwischen Bayern und der Schweiz: „Menschen der Erde reicht Euch die Hand, bindet der Freundschaft ein festes Band.“ Und ganz besonders aufmerksam lauschten die Gastgeber dem unermüdlich zitherspielenden Inno Bader. Für den Samstag bot man der Chorgemeinschaft einen Ausflug zum Weltkulturerbe St. Gallen an. Von Denise, Frau des Präsidenten der Marbacher Sänger, und Josef Lais jun., die uns begleiteten, erfuhren wir viel über die Landschaft und auch Historisches, so über die Appenzeller Kriege mit der Schlacht bei Stoss. Sie zeigten uns die Sehenswürdigkeiten von St. Gallen und Heiden. Der Abend begann und endete wieder auf dem Marbacher Gassenfest mit Gauklern, Feuerschluckern und auch Zauberern.  Wann alle wieder im Widnauer Hotel waren, wurde nicht verraten. „Es ging aber auch keiner verloren …“ Der Sonntag brachte noch den Besuch der größten Basilika nördlich der Alpen in Weingarten. Und nach dem Mittagessen in Kißlegg und einer Kaffeepause in Bad Wörishofen waren alle Beteiligten glücklich - und auch müde genug - wieder „dahoam“ zu sein. Die Aktiven der Chorgemeinschaft verbrachten die Sommerpause 2011 mit dem „Stammtisch“ beim „Lenz“, wanderten zu den Weißwürscht in Boandl und erlebten am Laurentiustag 13. August am Schellenberg oberhalb vom „Weinberg“ eine zünftige Mitsommernacht nach einem goldenen Sonnenuntergang und einem nachfolgenden, aufsteigenden Vollmond: „Lady Sunshine und Mister Moon, können gar nichts dagegen tun. Wenn sie auch träumen von einem Märchen - ein Pärchen werden sie nie …“ Aber beim Schellenbergsitzen stellen wir immer einmütig fest: „Unsa Hoamat is schee!“ Am 5. Oktober gab’s eine Einladung zum Freundschaftssingen nach Mering. Der 19. November wurde zum 2. Probensamstag in Ried und „Rieder Hof“ zur Vorbereitung des Adventsingens, das dann am 4. Dezember wieder in St. Silvester stattfand - begleitet von zwei Trompeten (Karin Schleicher, Walter Schwägerl), Violine (Klara Kühlmuß) und Bratsche (Max Dietrich) sowie der Sprecherin Christine Fehrer. Chorleitung und Orgel: Veronika Dietrich. Neben bereits bekannten alpenländischen Liedern sang der Chor „Rock my Soul“, das hebräische „Eli, Eli“, „Wer klopft an“, „Herbei, o ihr Gläubigen“ „In Dulci jubilo“. Zwischen Chor und Streichern entwickelte sich dann noch das „Vater unser“ zu einem neuen, einfühlsamen, aber nicht einfachen Dialog. Alle Beiträge waren vom Wunsch nach Ausgeglichenheit und Harmonie geprägt. Und das alles für lediglich 45 Besucher an diesem Nachmittag. Alle Besucher sangen mit dem Chor abschließend das mächtige „Tochter Zion“.

 

2012.Am 2. Januar begleiteten wir musikalisch den 70. Geburtstag von Ernst Presser. Am 16. Februar machten einige Chormitglieder einen Ausflug nach Baindlkirch. Die Maiandacht am 20. Mai in St. Silvester brachte für den Chor ein Zusammenwirken mit dem Pfarrgemeinderat und Pfr. Michael Würth und realisierte sich schon unter unserer neuen Dirigentin Gertraud Schöttl aus Purk, die auch den Beitrag „Spiel mir eine alte Melodie“ zum 63. Kreissingen des Sängerkreises FFB am 23. Juni in Fürstenfeldbruck vorbereitet und geleitet hat. Zum 29. September konnte Günter Schäftlein wieder zu einem vielseitigen Vereinsausflug in für den Chor bisher neue schwäbisch-mittelfränkische Gefilde einladen. Zunächst ging es dabei zur Wallfahrtskirche in Biberbach unweit Langweid mit Führung. Man erfuhr, dass sich hier der erst zehnjährige Wolfgang A. Mozart anno 1766 bereits mit einem einheimischen weiteren „Wunderkind“ im Orgelkonzert gemessen hat. Grund genug, hier jetzt eine kleine Brotzeit am Bus einzunehmen. Das Museum in Schloss Höchstädt mit seiner umfassenden Dokumentation zu der hier 1704 stattgefundenen Schlacht im Spanischen Erbfolgekrieg, die Winston Churchill als „europäisch-epochal“ bewertete: Engländer/Schotten/Niederländer, in Eilmärschen herangeführt von Herzog Marlborough und verbunden mit Kaiserlichen Truppen unter Prinz Eugen von Savoyen besiegen die Bayern unter Führung von Kurfürst Max Emanuel und schwache französische Einheiten. Der Kurfürst floh und brachte sich für zehn Jahre in seinen belgischen Erblanden in Sicherheit. Er lieferte seine Bayern den Demütigungen, Schikanen und Greuel durch die österreichischen Besatzer aus (Sendlinger Mordweihnacht 1705). Die nächste schwäbische Station war Nördlingen mit seiner kreisrunden, historischen Altstadt. Das Mittagessen beim „Kirchenwirt“ wartet schon. Der berühmte Aussichtsturm „Daniel“ steht genau schräg gegenüber. Bei der Weiterfahrt ins Mittelfränkische gelangen wir auf den fast 700 m hohen Hesselberg mit weiter Aussicht, Gipfelkreuz und Gipfelbuch: Es ist die höchste Erhebung in Mittelfranken. Nicht sehr fern von hier liegt der weitläufige Schlosspark Dennenlohe mit Gärten, Inseln, verschlungenen Wegen und Geländeformationen. Der Besitzer Baron von Süsskind führt und danach gibt’s Nachmittagskaffee. Rückreise (begleitet von Barbato Bruno mit neapolitanischer aber auch anderer Musik) über Wassertrüdingen (2019 Landesgartenschau) und Oettingen/Bay. zur hochgelegenen Harburg über dem Wörnitztal und abschließender Brotzeit. Bayern ist nicht nur weit, sondern auch schön. Das Adventskonzert der Chorgemeinschaft am 2. Dezember in St. Silvester brachte eine ansprechende, anspruchsvolle Mischung aus Gesang, instrumentaler Musik und textlicher Ausgestaltung. Schon das Orgelspiel von Anja Mahlmann-Wachendorff setzte Improvisation (zu „Ehre sei Gott“), reizvolle Variationen (zu „Maria durch ein Dornwald ging“) und Meditatives (zu „In einer Höhle zu Betlehem“) ein. Die Bläser vom Posaunenchor der ev. Gnadenkirche FFB brachten in kleiner Formation „Weyarner Hirtenmusik“, „Über d’ Bodenschneid“ und „Tochter Zion“ zu Gehör. Die Stubenmusi der Geschwister Ott aus Pestenacker spielten aus dem ländlich-klassischen Bereich „Langsamer Landler“, „Sachranger Menuett“ und „Höfischer Tanz“. Der „Rechamacha-3Gsang“, bestehend aus Geschwister der musikalischen Familie Dellinger, Steinbach, intonierte „Wieder naht der heil’ge Stern“, „Jesus Friedensfürst“ und „A Liachterschein liegt überm Land“. Das musikalische Gerüst stellt die Chorgemeinschaft mit „Advent is a Leuchtn“, „Is finster draußt“, „Meine Seele ist Stille in dir“, „Brennende Lichter, frohe Gesichter“, „Freue dich Welt“ und als Hauptwerk „Vater unser“, am E-Piano begleitet von Ruppert Dellinger und in der Chor- und Gesamtleitung von Gertraud Schöttl, seiner Schwester. In ihren Zwischentexten erinnerte Christine Fehrer daran, dass die Groß- und Urgroßeltern „trotz schwerer Arbeit und Armut“ das Wort Hektik nicht kannten, aber ihre Hände im wahrsten Sinne zum Feierabend in den Schoß gelegt hätten. Wunderbar erholsam. Und sie fand, dass Weihnachten eigentlich „ganz klein und armselig sei“: Bestehend aus einem Säugling. Einem Stall. Die Ärmsten der Armen. Und die Flucht vor den Mächtigen. „Und gerade das hat was mit Gott zu tun …“ Die etwa 80 Kirchenbesucher spendeten verdienten Beifall für das Gesamtprogramm und Bürgermeister Ernst Presser dankte abschließend allen beteiligten Formationen, bescheinigte ihnen eine überzeugende Leistung zu diesem gelungenen Adventsbeginn. Mit Beschluss vom 4. Dezember 2012 lautet der Name des Chores offiziell „Chorgemeinschaft 1977 Mittelstetten e.V.“, was nicht unerhebliche amtliche Änderungskosten im Vereinsregister von 500,- Euro veranlasst.  

Neuwahl am 13. September 2012

1.Vorstand

Reinhard Mahlmann

2.Vorstand

Alfred Aubele

Kassier

Heinz Nebl

Schriftführerin

Emmi Hamperl

 

 

2013. 2013 ist der Chor auch dem Bayerischen Sängerbund beigetreten.Am 17. Februar feierten wir mit Emmi und Toni Hamperl, ihren Kindern Gabriele, Stefan, Anton und fünf Enkelkindern ihr Goldenes Ehejubiläum im Kreis der Familie in der „Post“ – und mit den vollzählig erschienenen Aktiven der Chorgemeinschaft Mittelstetten. Emmi ist hier Gründungsmitglied seit 1976 und nunmehr bereits auch ununterbrochen 25 Jahre Schriftführerin. Toni kam 1977 hinzu und ist ebenfalls bereits langjährig hier Festwart. Musikalisch dankte der Chor beiden für ihre Leistungen für die Gemeinschaft, musikalisch begleitet von Chorleiterin Gertraud Schöttl und Karin Metzger. Vorstand Reinhard Mahlmann überreichte das Hochzeitsgeschenk.  Am 20. April wurden wir zu einem Freundschaftssingen nach Steinbach eingeladen. Es wurde ein wunderschöner langer Abend! Und auch Toni Hamperl wird an ihn länger gedacht haben, erhielt er doch aus der Hand von Herbert Klückers als Sängerkreisvorstand die Goldene Ehrennadel für 50 Jahre Zugehörigkeit zum Sängerkreis Fürstenfeldbruck, überwiegend in der Chorgemeinschaft Mittelstetten. Der 28. April und Sonntag Cantate sah uns wieder in der Bergkapelle Althegnenberg mit vier Liedern: „Ich danke meinem Gott“, „Herr, Deine Güte reicht so weit“, „Laudate omnes gentes“ und „Meine Seele ist Stille in dir“. Unser alljährliches Singen zur Maiandacht in St. Silvester war am 19. Mai. Mit Gertraud Schöttl singen wir das „Ohlstädter Marienlied“, „Königin von Herrlichkeit“, „Maria, Schönste vom hohen Himmelsthron“ und den Kanon „Ave Maria“. Die Lektoren Gebhard Dörr, Wolfgang Anzenhofer, Birgit Grübl und Christine Heiß befassten sich mit dem Verkündigungstext des Engels nach Lukas, der Marias Lebenspläne mit nur wenigen Worten verändern sollte - beantwortet mit einer Gläubigkeit ohne Beispiel: „Ich bin die Magd des Herrn. Mir geschehe, wie du es gesagt hast.“ Zum 64. Kreissingen des Sängerkreises FFB brachten wir in Fürstenfeldbruck den Beitrag „Aber Dich gibt es nur einmal“ Am 13.Juli hatten wir unsern Jahresabschluss bei der Familie Lais. Es gab leckeres Essen und genügend Getänke. Für den 21. September merkte die Chorgemeinschaft einen erneuten Ausflug mit Günter Schäftlein vor. Großteils im Altmühltal, das geologisch-archäologisch wahrscheinlich wertvollste Jura-/Kreidegebiet Deutschlands zwischen Mittelfranken, Schwaben, Ober- und Niederbayern. Die Chorgemeinschaft, ergänzt durch Freunde und Bekannte, sah in den Dollnsteiner Burgresten aufschlussreiche Münzfunde und in Bildern die Historie der zahlreichen, den Fluss begleitenden Burganlagen. Heimatforscher Bernhard Eder sprach über die Urdonau in diesem Gebiet, die sich einst ab Rennertshofen nicht nach Osten, sondern nach Norden wandte und die Altmühl bereits ab Dollnstein schluckte, was heute erst weiter östlich bei Kelheim geschieht. Die Kirche Peter & Paul in Dollnstein ist Eders spezielles Thema, ausgestattet mit einer Fülle an Fresken im Chorbogen. Alle aus dem Jahr 1932 und geschaffen von dem bekannten Münchner Kirchenmaler Josef Bergmann (1888-1952). Sein Bildwerk vom Jüngsten Gericht blieb allerdings durch einen Arbeitsunfall unvollendet. Der Grabungssteinbruch Blumenberg nahe Eichstätt zieht Groß und Klein zum Buddeln an und hat einen riesigen Dinosaurier als Empfangschef. Das Juramuseum in der markanten Eichstätter Willibaldsburg (steiler Aufstieg!) war der Sitz früherer Fürstbischöfe von Eichstätt - im kleinsten Bistum des kath. Deutschlands. Das heutige Museum dort ist eine unglaubliche Fundgrube an geologischen Überresten aus Jahrmillionen der Erdgeschichte, als die Fränkische Alb noch wasserüberflutet ein mediteranes Klima und Aussehen bot. Für die Ausflug-Teilnehmer wurde es ein überraschendes Teilziel, als wir den Einlass in die Schleuse Berching am Main-Donau-Kanal erhielten. Der Betriebsleiter erläuterte die Details der zentrale von Dietfurt aus gesteuerten Hubtätigkeiten für Ober- und Unterwasser, geeignet für Schiffslängen bis 185m in einer 12m breiten und 17m tiefen Schleusenkammer, in der Wasserbevorratung gestützt durch drei in Stufen angelegte, offene Sparwasserbecken. Wir konnten die Schleusung eines Fahrgastschiffes mitverfolgen. Als wenig angenehm blieb in der Erinnerung dieses Tages unser Besuch zur Abendbrotzeit auf Burg Prunn an der Altmühl. Nicht weiter zu empfehlen. 9. November: Die Chorgemeinschaft beteiligt sich mit 3 Liedern am Pfarrabend in der „Post“. Der schon obligatorische Probensamstag für das Advents- und Patrozinium Singen am Jahresende findet am 30. November wieder in Ried und „Rieder Hof“ statt. Am 15. Dezember tritt im Adventsingen auch ein kleiner Kinderchor auf, dazu instrumental Posaunen und Trompeten. Chorleiterin Gertraud Schöttl will mit weniger bekannten Liedern neue Akzente setzen.  Danach findet eine kleine Adventfeier statt.

 

2014. Am 13. Januar feierten wir mit unserem ältesten Chormitglied Paula Ringlstetter, geb. Kirchinger, ihren 90. Geburtstag. Eine muntere alte Dame, die im Münchner Sendling aufgewachsen ist, jetzt schon über 40 Jahre feldnah in der Mittelstettener Vogelsiedlung lebt und ihre ruhige Wohnlage schätzt: „Im Sendling wäre ich bei dem Lärm nicht so alt geworden!“ Mit allem, was sie macht, lässt sie nicht locker - auch nicht mit dem Autofahren.  Für den 12. April erfolgte eine Einladung vom MGV Luttenwang zum Freundschaftssingen. Im Gasthof Frietinger trafen sich sechs „westliche Chöre“ mit Liedern wie „Die Liebe ist der Welt geschenkt“ (Sängerrunde Hattenhofen), „Alpengruß“ (MGV Frohsinn Luttenwang), „All night all day“ (MGV Steinbach), „Seid nett zueinander“ (Kirchenchor Luttenwang), „Aber Dich gibt’s nur einmal für mich“ (Chorgemeinschaft Mittelstetten) und „Sing and swing“ (Jugendchor Frohsinn Luttenwang). Der launige Abend hatte einen nicht unbeträchtlichen Anteil „Ehrungen“. So - verdientermaßen - durch den MGV-Vorstand Engelbert Jais jun. an seinen Vater Engelbert sen. für ununterbrochene 60 Jahre Singen. Jais jun. zeichnete dann nachträglich den Sängerkreisvorsitzenden Herbert Klückers für seine Leistungen im MGV 1978 bis 2012 als 2. und 1. Vorstand mit der Urkunde zum Ehrenvorstand aus. Kreischormeister Anton Trohorsch ergänzte diese Ehrung für Klückers mit der Silbernen Stimmgabel vom Bayerischen Sängerbund. Klückers dankte sichtbar gerührt und zeichnete im Gegenzug Jais jun. für sein 25 jähriges Engagement im MGV Frohsinn Luttenwang aus. Lebhaft begrüßt von der Festgemeinschaft wurde die z.T.  über 10 jährige Zugehörigkeit von acht Jugendlichen zum „Jugendchor Frohsinn Luttenwang“. Nicht zu überhören waren die instrumentalen Beiträge der „Hörbacher Rassoräuber“ bis in die späten Stunden. Am 18. Mai folgte für die Chorgemeinschaft die Maiandacht in St. Silvester und anschließend ein Fototermin mit Pfarrer Würth auf der Kirchentreppe. 19. Juli: Chorausflug von Mittelstetten nach Mittelstetten, organisiert von Günter Schäftlein. Innerhalb der Bemühungen um das Kennenlernen von „Nebenplätzen“ im bayerischen Raum war die Chorgemeinschaft Mittelstetten mit Nachbarn und Freunden jetzt im Unter-/Oberallgäu und Pfaffenwinkel unterwegs: Zunächst im namensverwandten Mittelstetten als Stadtteil von Schwabmünchen, begrüßt durch Ingo Walch (vormals Stadtverordneter und Ortssprecher) und Hermann Seitz. Der 1301 erstmals schriftlich erwähnte Ort wurde erst 1978 nach Schwabmünchen eingemeindet und war erst seit 1803 durch Reichsdeputationsbeschluss bairisch geworden. Dennoch blieb viel schwäbisches Eigenleben in Dialekt und Tun erhalten. So feierte man 2007 das 100 Jährige der örtlichen Schützengesellschaft und 2010 an gleich vier Festtagen das 125 Jährige der Freiw. Feuerwehr. Ganz besonders stolz ist man hier auf das 1992 wiederbelebte Maibaum-Aufstellen nach einer fast 60jährigen Pause. Und 2014 = 35 m hoch und reichlich beschildert. Der ortskundige Hermann Seitz stellte die eigene St. Magnuskirche als „sakrales Kleinod“ vor, benannt nach dem Allgäuer Patron und erbaut um 1690 „als eine alleinige Leistung der Dorfgemeinschaft und nicht beruhend auf großzügige Geschenke eines adeligen Grundherrn …“ Eine eigenständige Pfarrei war man allerdings nur zwischen 1922 und 1942. Der nächste schwäbische Abstecher galt dem 1500-Seelenort Hiltenfingen südlich von Schwabmünchen, mit dem man den Kirchenpatron St. Silvester (insgesamt nur 5mal in Bayern und 18mal bundesweit) gemeinsam hat. Die umsichtige Mesnerin, Frau Frommel, hatte die Tische und Stühle für uns und das Brezn-Frühstück liebevoll vorbereitet. Zu Kirchenbesichtigung und einem gesanglichen Beitrag blieb ausreichend Zeit, zumal die Kirchenausstattung (u.a. kein Mittelgang, sondern durchgehende Bänke) und der Anstrich sich seit der gotischen Gründung mehrfach änderte. Auch der Kirchturm wandelte sich vom Satteldach zum barocken Zwiebelturm und nach einem Großfeuer 1846 zum noch heutigen spitzen Turmhelm. 1919 geschah im Hiltenfinger Pfarrhaus das Unfassbare, dass Unbekannte zur Weihnachtszeit den wohl wenig beliebten Geistlichen mit einer Bombenlegung schwer verletzten. Pfarrer Josef Zacher starb zwei Tage später. Diese Tat wurde polizeilich nie aufgeklärt. Es gab keine Zeugen oder belastende Aussagen. Die von diesem Vorgang ziemlich berührten Besucher setzten ihre Fahrt mit einer Stadtführung und dem Mittagessen in Kaufbeuren sowie weiteren Haltepunkten am Oberjoch und der Wieskirche bei Steingarden fort. 27. Juli: 65. Kreissingen des Sängerkreises FFB im Festzelt Nassenhausen. Die Chorgemeinschaft unter Gertraud Schöttl singt „Übern See“ des Kärntener Lorenz Maierhofer. Eine melodische, aber nicht ganz einfache alpenländische Pop-Ballade mit Jodlersilben und Zwischentakten, die verwandtschaftlich auch an die gesanglichen Schöpfungen eines Hubert von Goisern erinnern. Eine Gesangliche Herausforderung. Das Saisonende 2013/14 vor dem sommerlichen „Gesangs-Urlaub“ feierte die Chorgemeinschaft nochmals bei Hans und Anni Lais in deren ausgeschmückter ehemaligen Hofstallung. Am 9. September feierten wir Michi Bentenrieders 70. Geburtstag. Das Gründungsmitglied des Chores und aktiver Sänger feierte im großen Kreis von Familie/Freunden, Vereinen, Bürgermeister/Gemeinderat und zahlreichen Feuerwehr-Angehörigen aus Dorf und Landkreis. Der in 30 Jahren von 1969 bis 1999 tätige Orts-FW-Kommandant stand dem FW-Ortsverein 40 Jahre bis 2014 als Vorsitzender zur Verfügung und fungierte in der politischen Gemeinde als 3. Bürgermeister zwischen 1984 und 1990. Am 15. November kehren die Sänger/innen zum üblich gewordenen Probensamstag beim „Lenz“ in Mittelstetten ein. Die Vorbereitung gilt dem anstehenden Adventssingen und dem Patrozinium zum Jahresende in St. Silvester. Die Mittelstettener/Tegernbacher „Dachstui-Musi“ mit Christine Fehrer, Simone Merk und Rainer Tremmel unterstützte wesentlich das kirchliche Adventkonzert am 30. November/zum 1. Advent. Der Chor brachte neun Liedbeiträge. Darunter Neueres mit „Mach dich auf“ von Kathi Stimmer-Salzeder, „I spür’ schon, i woaß schon“ von Lorenz Maierhofer (mit Solist Willi Schuppach) und „Du kommst zu uns so still und leise“ von Klaus Heizmann und Johannes Jourdan. Dazu Bibeltexte und Gedichte, vorgetragen von Maria Schilder und Emmi Hamperl. Lebhafter, anhaltender Beifall von rund 70 Zuhörern, darunter Altbürgermeister Ernst Presser und GdeRat Gebhard Dörr. Nicht zuletzt dankt heuer Chorkassier Heinz Nebl allen Besuchern für ihre großzügigen Spenden! Am 6. Dezember feiert der Chor mit der Altistin Gerdi Zahn ihren 70. Geburtstag in der „Post“ - zusammen mit Nikolaus und Knecht Ruprecht. In der Jahreshauptversammlung 2014 hatte die Versammlung beschlossen, sich um das Kreissingen 2016 beim Sängerkreis Fürstenfeldbruck zu bewerben. 

 

2015. Das Jahr begann mit einer Trauerfeier für Irmgard Lugauer, deren Altstimme jahrzehntelang im Chor zu hören war. Wir sangen zu ihrem Abschied und der Beerdigung am 17. Januar in St. Silvester. Am 12. Februar zum lumperten Donnerstag ging man nicht zum Weißwursttreff übern Berg nach Boandl, sondern blieb dahoam beim „Lenz“, musikalisch-gesanglich bewegt von der „Quetschnfrau“ Gertraud Schöttl, unserer Chorleiterin. Die aber partout nicht auf die Singprobe am Abend in der Schule verzichten wollte … Am 21. März feierten wir an gleicher Stelle den 75. Geburtstag von Renate Bach. Zur Erstkommunion am 19. April in St. Silvester für Kevin Gion, Veronika Lichtl, Benedikt Maximilian Vetter und Anna Warmuth (in der Vorbereitung betreut von Isabella Warmuth, die bei der Chorgemeinschaft wegen einer  Messe-Begleitung bei Gertraud Schöttl angefragt hatte und die zusagte) sang die Chorgemeinschaft sieben Lieder, so „Mach dich auf“ und „Ich bin der Weinstock“, beide von Kathi Stimmer-Salzeder aus 1997 bzw. 1982, dazu „Ich danke meinem Gott“ im Satz von Klaus Heizmann und aus dem Gotteslob die Lieder „Ich lobe meinen Gott“, „Gerechtigkeit und Friede“ sowie das „Agnus Dei“ aus der Messe St. Bonifatius. Ein reines Instrumentalstück war „Zur Mitte kommen“, ebenfalls von Kathi Stimmer-Salzeder. Ohne instrumentale Unterstützung durch Leonhard Bachmeir (Orgel), Christine Fehrer (Gitarre), Rainer Tremmel (Bass) sowie Elisa Breinbaur und Gertraud Schöttl (Querflöte) wäre das Programm nicht machbar gewesen. Zur Maiandacht am 3. Mai in St. Silvester sang die Chorgemeinschaft vier Lieder. Zum 66. Kreissingen des Sängerkreises FFB in der Stadthalle Fürstenfeldbruck sang die Chorgemeinschaft unter Leitung von Gertraud Schöttl „In die Berg“ vom Kärntner Lorenz Maierhofer. Am 11.Juli unser traditioneller Jahresabschlussin der Garage bei Hans Lais.

30. Juli: Der sommerliche Pausen-Stammtisch, organisiert wie üblich von Emmi Hamperl und Renate Bach, brachte 15 Teilnehmer an die Wirtshaustische vom „Lenz“. Darunter auch als Gäste Frieda Glaser und Peter Herzner. Mit Chorleiterin Gertraud Schöttl eine fröhliche Runde - und lachende Gesichter, insbesondere von Klaus-Dieter Rappat, Hella Schäftlein (vorn) und Toni Hamperl (ganz hinten mit Renate Bach). Keiner in diesem Bild konnte ahnen, dass wir zwischen 2015 und 2020 von ihnen Abschied nehmen mussten.

 

Zur Sommerpause stand am 29. August wieder das Vollmond-Beschau’n am Schellenberg-Panoramaweg an … beim Baur drauß, dem Ring Michi mit Familie und Enkelin Emilia sowie Hofhund Tina. Jeder brachte dazu etwas Nahrhaftes mit - und Trinkbares natürlich erst recht. In einer Mondscheinatmosphäre, von der man sich nur ungern trennt, gelegentlich auch erst in einer frühen Stunde. Am 13. Oktober stand die Trauerfeier für das Chormitglied Hella Schäftlein an, durchgeführt in St. Silvester von der evang. Pfarrerin Carola Wagner aus Mering - die sie noch am 1. Juni 2014 zur ihrer Diamantenen Konfirmation beglückwünscht hatte. Der Chor verabschiedete sich gesanglich von Hella. 7. November: Der Chor beteiligte sich mit drei Liedern am Pfarrabend in der „Post“.  14. November: Probensamstag wieder beim „Lenz“ und wie üblich das Adventkonzert am 1. Adventssonntag in St. Silvester. Heuer instrumental und auch gesanglich verstärkt begleitet von Franziska Herzner (Harfe), Katharina Groß (Gesang), Christine Fehrer (Gitarre). Besonders gefragt war Anja Mahlmann- Wachendorff (Orgel und E-Piano) auch mit historischen Orgel-Improvisationen und dem Pianospiel zum „Abendsegen“, gesungen von Katharina Groß (Sopran) und Gerdi Zahn (Alt). Der Chor trug mit insgesamt elf Liedern den größten Anteil in der Programmgestaltung, geleitet von Gertraud Schöttl. Und er wurde hierfür vom anwesenden Kreischormeister Norbert Steinhart beglückwünscht. Gertraud Schöttl ergänzte mit ihrer Querflöte auch die Einsätze von Harfe und E-Piano. Das „lange Vater unser“ in der Fassung von Gerhard Lagrange aus dem Jahr 1988 war ein Höhepunkt der chorischen Auftritte und wurde mit langem Beifall belohnt. Christine Fehrer erinnerte mit ihren Zwischentexten an die Ereignisse von Weihnachten und wurde bei der „Meditation“ von Harfe und Querflöte begleitet. Chorvorstand Reinhard Mahlmann führte durch das ausgewogene Programm. Danach fand unsere Weihnachtsfeier in der "Post" statt.

 

Neuwahl am 10. September 2015

1.Vorstand

Reinhard Mahlmann

2.Vorstand

Hans Lais

Kassier

Heinz Nebl

Schriftführerin

Emmi Hamperl

 

2016. Am 5. Januar beerdigten wir unseren drei Tage zuvor gestorbenen Freund und Tenor Michi Bentenrieder. Seinen 70. Geburtstag konnten wir mit vielen Orts- und Landkreisbürgern noch am 9. September 2014 und in großartiger Stimmung in seinem Zuhause feiern. Am 6. Februar feierten wir beim Wirt den 'lumperten Donnerstag'. 10. April: Bei der Erstkommunion von Felicitas Bentenrieder, Linus Bernlachner, Lea Franzke, Laura Kupfer und Peter Merk in St. Silvester beteiligte sich wie gewohnt die Chorgemeinschaft Mittelstetten mit fünf Liedern, begleitet von der Mittelstettener Dachstui Musi. Den Gottesdienst gestaltete Pfarrer Michael Würth. Es war ein richtiger Sonnentag!

Laut Ankündigung des gemeindeeigenen „Gmoa-Blattl“ im April findet das diesjährige Kreissingen des Sängerkreises Fürstenfeldbruck erstmals seit 1949 in Mittelstetten statt: Am Sonntag, 12. Juni, Beginn 13.30, in der „Halle Bader“ am Sportplatz. Zusätzlich lädt die Chorgemeinschaft dort am Freitag, 10. Juni, Beginn 19.00 Uhr, die Bevölkerung zu einem „Musikalischen Dorfabend“ mit benachbarten Chören und instrumentalen Gruppen ein. Dieser Kreissingen-Termin ist erstrangig das Verdienst von Chor-Vorstand Reinhard Mahlmann, der dem Sängerkreis nun schon seit Jahren als Schriftführer angehört.

22. Mai: Mit fünf Liedern stützte die Chorgemeinschaft die Maiandacht in St. Silvester und stand danach mit Pfarrer Michael Würth zum Fototermin auf der Kirchentreppe.

10. Juni: Zum Mittelstettener „Dorfabend“ in der festlich geschmückten und gut besuchten „Bader-Halle“ waren an Chören und Musikgruppen beteiligt: Kirchenchor Baindlkirch, Sängerrunde Hattenhofen, MGV Steinbach, Liederkranz Althegnenberg, MGV Frohsinn Luttenwang, Liederkranz Mering sowie instrumental die Hörbacher Rasso-Räuber und die Mittelstettener Dachstui-Musi. Miteinander und einschließlich der aufmerksamen Bedienungen verhalfen alle arbeitsmäßig Beteiligten zu einem sehr schönen, abgerundeten Festabend in der ansonsten landwirtschaftlich genutzten Halle, direkt am Mittelstettener Sportplatz. Und von diesem musisch-heiteren Doppelpack erhoffte sich die Chorgemeinschaft auch eine Resonanz mit Reiz zum Mitsingen danach. Im übrigen war an Getränken und Speisen an diesem Abend reichlich gesorgt. 12. Juni: Zum 67. Kreissingen zwei Tage später erschienen 20 Vereine, 19 davon aus dem Kreisgebiet und dazu der MGV 1889 gemischter Chor aus Geltendorf im Landkreis Landsberg am Lech. In den sehr unterschiedlichen Chor-Beiträgen sang der Gastgeber Chorgemeinschaft 1977 Mittelstetten e.V. an 2. Stelle unter Chorleiterin Gertraud Schöttl das israelische Volkslied „Tum Balalaika“ von Gerhard Rabe. Zuvor hatte der Gemeinschaftschor aus allen Chören mit dem Satz „Seid nett zueinander“ von Max Orrel das Motto für alle Mitwirkenden verkündet. Somit konnte der Singenachmittag auch kräftig mit dem gemeinsam gesungenen „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“ enden. Die Vereinsführung der Chorgemeinschaft sah es als richtig und notwendig an, alle Helfer/innen aus den Ortsvereinen und auch natürlich die eigenen Aktiven zu einem Büfett in der „Post“ am 25. Juni einzuladen.

15. Oktober: Einladung zur 95-Jahrfeier unseres Patenvereins, der Sängerrunde Hattenhofen. Der schon obligatorische Probensamstag für das Adventskonzert fand am 9. November beim „Lenz“ statt. Wir realisierten das Konzert am ersten  Adventssonntag, 27. November, mit den „Instrumentalen“ Franziska Herzner (Harfe), Simone Merk (Hackbrett), Maria Lehmayr (Gitarre) und Anja Mahlmann-Wachendorff (Orgel). Die Chorgemeinschaft sang unter dem Motto „Advent ist der Beginn“ 13 Lieder zwischen dem „Bim-Bam-Jodler“ und dem „Andachtsjodler“. Zwei Beiträge wurden dabei nur von den Frauen gebracht: „Der Winter kimmt“ und „Es weihnachtet“. Das gemeinsame Lied „Kommt zu mir, die ihr mühselig und beladen seid“ war eine Hommage an die verstorbenen Vereinsmitglieder. Emmi Hamperl erheiterte in den textlichen Beiträgen mit mundartlicher Adventsdichtung. Mahnende Worte kamen in der adventlichen Betrachtung von Regina Günther zum inneren und äußeren Frieden - zu Hause und weltweit. Zum Ende des Programms sang man in der Kirche gemeinsam das mächtige „Tochter Zion“ und  an der Orgel spielte Anja Mahlmann-Wachendorff Improvisationen zum Vers „Freut Euch ihr Christen alle“. Pfarrer Michael Würth erteilte allen Anwesenden den kirchlichen Segen und wünschte eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit. Auch Bürgermeister Andreas Spörl zollte in seiner Nachbetrachtung im Vorwort zum  „Gmoa-Blattl“ Juli 2016 der Chorgemeinschaft Mittelstetten Respekt und Hochachtung für den Einsatz und das Engagement aller Beteiligten beim ersten Kreissingen in Mittelstetten nach 67 Jahren. Auch für die Gemeinde fällt dabei sicherlich eine positive Sichtweise von außen ab.

Am 12. Dezember feierten wir ausgiebig den 50. Geburtstag von Chorleiterin Gertraud Schöttl beim „Frietinger“ in Luttenwang – und schenkten ihr im gesanglichen Bereich sechs Lieder, eingefädelt/geübt und dirigiert von ihrem Bruder Ruppert Dellinger. Schlußendlich beteiligte sich der Chor noch am 15. Dezember mit zwei Liedern an der gemeindlichen Seniorenfeier in Mittelstetten.

 

2017. Im Beisein von Hund „Mano“, der zu diesem lumperten oder unsinnigen Donnerstag in der Faschingszeit einfach gehört, trafen sich die Trink- und Essfesten unter den Sänger/innen wieder beim „Lenz“, allerdings im ehemaligen „Schützenstüberl“. Renate Bach & Emmi Hamperl hatten sich um die Weißwürscht und das Sonstige gekümmert, als auch Chorleiterin Gertraud Schöttl aus dem fernen Purk eintraf, samt Quetschn. Und das bedeutete: Faschingstaugliche Lieder aus dem gesamten deutschen Schlagerrepertoire, mindestens vier Stunden lang. Selten wurde so viel gesungen wie an diesem unschuldig „unsinnigen Donnerstag“! „Helau!“ Am 30. April Erstkommunion in St. Silvester für Kajetan Britzelmair, Lia Buchmann, Johanna Hauser, Rebekka Lichtl und Robin Wurmbauer. Alle Fünf gestalteten den Gottesdienst mit beim Kyrie, im Dankgebet und im gelungenen, munteren Frage- und Antwortspiel mit Pfarrer Würth - statt einer Predigt. Den wichtigen Tag begleitete die Chorgemeinschaft im Zusammenklang mit der Mittelstettener „Dachstui Musi“, die sich inzwischen schon im ganzen Landkreis einen Namen gemacht hat und sich instrumentiert mit Ulrike Groß, Simone Merk, Franziska Herzner und Rainer Tremmel. Die Chorgemeinschaft wurde stellvertretend für die verhinderte Gertraud Schöttl von ihrem Neffen Florian Dellinger aus der großen Steinbacher/Luttenwanger Musikfamilie zu aller Zufriedenheit geleitet. Es war ein den Gottesdienst insgesamt gesanglich und musikalisch schmückender Rahmen. Das drücken auch alle gemeinsam gesungenen vier Strophen vom „Großer Gott wir loben dich“ zum Ausklang aus, begleitet von Leonhard Bachmeir an der Orgel. Am 11. Mai Beerdigung von Paula Ringlstetter geb. Kirchinger, unsere Chor-Älteste mit inzwischen gelebten 93 Jahren.  Am 14. Mai - Kantate Sonntag - wird es für die Chorgemeinschaft ein wahrer Marathontag: Mit einem morgendlichen 5maligen Singen in der Bergkapelle in Althegnenberg und dem abendlichen Ausklang bei der Maiandacht im heimischen St. Silvester. Am 28. Mai feiert die Chorgemeinschaft 1977 Mittelstetten e.V.  ihr 40Jähriges, zunächst in St. Silvester, zelebriert von Pfarrerin Dr. Marion Sichert und Diakon Tino Zanini. Und mit einer Segnung des neuen Fahnenbandes, gestiftet von Emmi Hamperl. Danach wurde der festliche Anlass in der „Post“ bei Lorenz und Martin Karl fortgesetzt mit Ehrungen, Erinnerungen, Ansprachen und Liedern. Die Rückblicke berücksichtigten auch die diversen Ausflüge mit Günter Schäftlein in bayerisch-fränkische Gefilde und die Verbindungen nach der Wiedervereinigung mit dem kath. Kirchenchor im Thüringer Saalfeld – auf Wunsch von Ulf Schäftlein. Aber auch nicht zu vergessen das an jedem Donnerstag nach der Gesangsprobe gepflegte Beisammensitzen beim Wirt der „Post“, also den wichtigen geselligen Teil. Bei 40 Jahren Zusammensein darf man vermuten - auch seitens der derzeitigen Vorstandsvorsitzenden Reinhard Mahlmann und Hans Lais - dass es auch mit der Sangeslust noch für eine Goldene Vereinshochzeit 2027 reichen wird. Am 8. Juli 69. Kreissingen des Sängerkreises FFB im Stadtsaal Fürstenfeldbruck. Die Chorgemeinschaft bringt den immergrünen Song „Lady Sunshine und Mister Moon“ vom Komponisten Heinz Gietz in 1962 und in der Bearbeitung von Friedel Hary in die Erinnerungen zurück. 22. Juli: Ausflug der Chorgemeinschaft in nahe und auch etwas weitere südliche Ziele, organisiert von Günter Schäftlein. Altenstadt/romanische Basilika St. Michael: 1965 wurde sie unter Paul VI. eine päpstliche Kirche, eingeweiht im Jahre 1220. Ein annäherndes Wunder, dass diese seltene reine Romanik Kirche aus herzoglich-welfischer Stiftung in späteren Jahrhunderten von Barockisierung und Neugotik verschont blieb. Grund: Die Kirchengemeinde um den ehemaligen Adelssitz Alt-Schongau verarmte durch Wegzug der Bewohner derart, so dass kein Geld mehr für eine Stiländerung verblieb. Die Chorgemeinschaft sang in der phantastischen Akustik des Mittelschiffs bei Orgelbegleitung zwei Lieder unter Leitung von Gertraud Schöttl. Nach dem Weltkrieg II hatte sich in Altenstadt das böhmische Strumpfunternehmen Vatter aus Schönlinden nach der Vertreibung niedergelassen, bevor ab 1955 das moderne Bellinda-Werk in Schongau und ab 1989 die Elbeo-Gruppe in Augsburg als weltweit agierende Feinstrumpfhersteller entstanden. Altenstadt wurde damit zum aufschlussreichen Strumpfmuseum mit Werksverkauf. Die Weiterfahrt zum Hohenpeißenberg führte zum Mittagessen beim Bayer. Rigi-Wirt. Nach dem Besuch in der einladenden Rokokokapelle der bergbeherrschenden Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt begann die Führung auf dem Gelände der weltweit ältesten Wetterstation, dem meteorologischen DWD Observatorium Hohenpeißenberg, auf dem bis 1992 tatsächlich noch ein Skilift existierte. Führer Manfred Kronier, zuvor 40 Jahre lang in DWD Diensten tätig, berichtete ausführlich über die Wetter- und Wolkenkunde, die technischen Änderungen in alter und neuer Zeit für eine verlässliche Wettervorhersage, den heutigen engen DWD Radarverbund (z.B. mit München und Offenbach), die Niederschlagsmessdaten auf den Prüffeldern – und lobte nachdrücklich eine noch immer funktionsfähige Thermometerhütte aus dem Jahre 1936. Zum Abschluss des Ausflugs in Geltendorf Besuch im „Röstwerk“ bei Kaffee, Kuchen und einem leckeren Cappuccino-Begrüßungslikör. Hausherr und Kaffeenarr Herbert Schneider plauderte dazu über die besten Arabica-Sorten aus den Anbaugebieten nahe dem Äquatorgürtel. Auch über den historischen Hirten im äthiopischen Bergland, der als Erster die roten Bohnen aß und Gefallen an ihrer belebenden Wirkung fand. Mönche und Araber haben diesen Genuss kultiviert und dann auch nach Europa und in die restliche Welt getragen. Im Übrigen stand das erste Kaffeehaus nicht in Wien, sondern in Venedig. Herbert Schneider weiß über Kaffee einfach alles! 9. August: Toni (Anton) Hamperl ist nach einem längeren Leiden gestorben. Wir haben ihn am 12. August auf seinem letzten Weg zum Friedhof begleitet. Toni, beruflich Maurer und Polier, war ein besonderer Mensch. Gebürtig 1940 im Nordböhmischen, aufgewachsen nach der Vertreibung in Loitershofen bei Hattenhofen, später verheiratet nach Mittelstetten, machte sich nützlich wo es notwendig war im Dorf (Gemeinderat 1990-96) und in Vereinen: 1. Schützenmeister bei den Glonnquellschützen (1972-85), danach noch 12 Jahre im  Vereinsausschuss, Initiator des jährlichen „Saugrillens“, Träger der „Silbernen und Goldenen Gams“ des Bayer. Sportschützenbundes und bis zuletzt Ehrenschützenmeister. Er gehörte auch seit 1977 der Chorgemeinschaft Mittelstetten an, in den letzten 15 Jahren als Festwart und Verwalter des „Sparschweins“. Was die Gesangsproben anbelangt, knurrte er gelegentlich über fremdländisches oder zu kompliziertes Liedgut - sang es aber schlussendlich dann doch mit. Mit seinem trockenen Humor brachte er in den Gesangsproben so manchen Lacher zustande. Nicht nur die Bässe werden ihren Mitsänger vermissen, sondern der ganze lebende Chor. Am 18. November Probensamstag beim „Lenz“ im Hinblick auf das erneute Adventssingen am 3. Dezember und das Jahresende mit dem Patrozinium in St. Silvester. 3. Dezember: Die lebhafte bis innige Programm-Mischung von Chorleiterin Gertraud Schöttl für das Adventskonzert 2017 war durchdacht und umfassend mit 26 einzelnen Programmpunkten, darunter 12 Chor Beiträge zwischen dem übersetzten skandinavischen “Adventsruf“ und dem kraftvollen Schluss mit „Freue dich Welt“ in der Melodie von Georg Friedrich Händel. Die „Dachstui Musi“ - Christine Fehrer, Gitarre, Franziska Herzner, Harfe, Simone Zwick, Hackbrett - griff mit sechs Beiträgen solistisch oder begleitend ins Programm ein. Eine Überraschung war der von Gertraud Schöttl vorbereitete Auftritt vom „Mädchenquartett“ aus Mittelstetten mit Mara Seitz, Thalea u. Ariana Klenner sowie Carina Böss. Sie waren solistisch mit „Stern über Bethlehem“, „Wäre die Freude“, „you raise me up“, „Auf dem Weg nach Betlehem“ und in der  Chorbegleitung von „Bajuschki, Baju“ nach einer russischen Volksweise voll und mit Hingabe beschäftigt. Emmi Hamperl und Regina Günther lasen vergnügliche und besinnliche Zwischentexte von Helmut Zöpfl, Ernst Kunas und Rolf Kreuzer. Großer Dank galt auch der inzwischen fast vom Chor „vereinnahmten“ Anja Mahlmann-Wachendorff für ihre umfangreiche Piano-Begleitung von Chor und „Mädchenquartett“ sowie ihrem Orgelspiel zum Veranstaltungsbeginn und zum gemeinsamen Schlusslied „Macht hoch die Tür“. Über 100 Besucher, darunter Pfarrer Michael Würth und Bürgermeister Andreas Spoerl, dankten mit lange anhaltendem Beifall. Die Vorstände Reinhard Mahlmann und Hans Lais zeigten sich hocherfreut über den diesjährigen Besuch, der sich auch als spendenfreudig zeigte.

 

2018. 12. Februar: Die Chorgemeinschaft ist zuständig für den Ablauf und die Bedienungen beim Rosenmontagsball der Vereine in der „Post“ und eröffnet ihn mit dem alten Schlager „Lady Sunshine und Mister Moon“, zuletzt vorgetragen beim Kreissingen des Sängerkreises FFB 2017. Günzlhofen ließ grüßen … Nicht nur von der freundlichen Chorleiterin Birgit Neumair, deren Tochter Leni auch im vielbeachteten Jugendchor der Liedertafel mitsang zu „Irgendwas bleibt“ und „Du bist das Licht“. Insgesamt waren am Freundschaftssingen vom 14. April sieben  Gesangsformationen aus dem westlichen FFB-Landkreis beteiligt: Gesangverein Mammendorf, Leitung Marina Osipova; Sängerrunde Hattenhofen, Leitung Iris Loder; MGV Wenigmünchen, Leitung Thomas Seemüller (nicht zu beneiden, das einzige junge Blut unter ansonsten lauter betagten Herren); Liederkranz Aufkirchen, Leitung Anton Burgmair, Chorgemeinschaft Mittelstetten, Leitung Gertraud Schöttl und Liedertafel Günzlhofen, Leitung Birgit Neumair. Alle Chöre - bis auf den Jugendchor - brachten im Block jeweils drei Beiträge. Die Chorgemeinschaft Mittelstetten sang von Kathi Stimmer-Salzeder das gefühlvolle „Zusammenwachsen“, von Lorenz Maierhofer mundartlich „Der Tag“ und als fröhlichen Abschluß den Dauerbrenner und die bekannte Tragödie „Lady Sunshine und Mister Moon“ von Gietz/Bradtke. Die Mischung gefiel dem Publikum. Gemeinsam erklang schlussendlich „Abendstille überall“.

Nur Stunden später - am 15. April - gingen neun (!) Kinder aus Mittelstetten/Oberdorf paarweise zum Empfang der Erstkommunion in der Pfarrei St. Silvester: Marie Buchmann, Marie Zink, Anna Kuon, Nico Pritz, Maximilian Waldorf,  Emily Winterholler, Adrian Kupfer, Ricarda Dörfel und Johannes Heyer. Pfarrer Michael Würth zelebrierte - trotz seines schweren Leidens - diesen schönen Gottesdienst, unterstützt von der Chorgemeinschaft Mittelstetten und der Mittelstettener Dachstuimusi mit Christine Fehrer, Rainer Tremmel und Franziska Herzner (Gitarre, Bass und Harfe). Chorleiterin Gertraud Schöttl dirigierte zum Eingang „Mach Dich auf“, zum Kyrie „Herr, erbarme Dich“, zum Gloria „Laudato si“, zur Lesung „Halleluja“ (von Kathi Stimmer-Salzeder), zur Gabenbereitung „Nimm, o Herr, die Gaben“ und zum Sanctus „Heilig, heilig, heilig“. Das gemeinsame „Tedeum“ beschloß wie gewohnt den Liederreigen im 1 1/2 stündigen Gottesdienst.

Der Sängerkreis Fürstenfeldbruck in Verbindung mit dem Ammersee-Amper-Sängerkreis hatte am 12. Mai zur Fortbildung des Hauptinstruments „Stimme“ nach Gröbenzell in die Wildmooshalle eingeladen. Rund 140 TeilnehmerInnen - überwiegend weiblich - folgten dem musikalischen Aufruf. Als Referent hatte Prof. Thomas Gropper - Vater von vier Söhnen und durchgehend leutselig - den Stimmbildungstag übernommen. Und es wurde nie langweilig, selbst nicht bei Expertenausflügen in die Funktionalität von Stimmbändern, Atmungsvorgängen und Gesichtsmuskeln: Mit der generellen Absicht, das Einstudieren „auch komplizierter Chorsätze mit dem Lernen spielerisch-stimmentechnischer Tricks und Kniffe an einfachen Beispielen besser in den Griff zu bekommen. Der ganze Körper spielte für die Teilnehmer dabei eine Rolle, einschließlich Beine/Füße, Arme/Hände und Kopf. Es entstand im Verlaufe der insgesamt genutzten fünf Themenstunden - also ohne Pausen - ein Gewebe von Stimme, Bewegungen und Atemtechnik als eine Art „Vollkörperinstrument“, in Gröbenzell abgeschlossen mit den gesungenen Chorsätzen „Im Frühtau zu Berge“, „O du stille Zeit“, „Cantate Domino“ (schwierig durch Kolloraturen!) und „Locus iste“ von Anton Bruckner. Prof. Thomas Gropper überreichte jedem Teilnehmer einen häuslichen Fahrplan für die Nacharbeit in den Gewohnheiten des Alltags. In Form von körperlichen Lockerungs-, Haltungs- und Atemübungen, Artikulation und Spannung, Summen und klingende Konsonanten, Höhen und Tiefen, legato, Intonation und Mehrstimmigkeit, Lieder und Kanon zum Abschluß. Hinweise in erster Linie natürlich gedacht für die zahlreich anwesenden ChorleiterInnen. Vorstand Herbert Klückers mit der gesamten Vorstandschaft des Sängerkreises FFB (Therese Rothenanger, Toni Schlichter, Reinhard Mahlmann, Toni Trohorsch, Thomas Huppertz) konnten mit dem Ergebnis dieser außergewöhnlichen Schulung sehr zufrieden sein.

Maiandacht mit Pfarrer Michael Würth am 13. Mai (Muttertag) in St. Silvester. Guter Besuch … um die 50 Kirchenbesucher, darunter auch einige Erstkommunionkinder aus 2018. Etwas überraschend, Rupert Dellinger auf der Empore vorzufinden. Er hatte netterweise das Dirigat zu unseren vier Liedbeiträgen von Schwester Gertraud übernommen, da selbige derzeit entlang der Altmühl wandert. Rupert äußerte sich zu unserem Gesang sehr zufrieden, hatte aber zuvor im Probenlauf noch an einigen Stellen herumgefeilt. In etwas von ihm geänderter Reihenfolge - gegenüber dem schwesterlichen Ablauf - sangen wir „Gegrüßet seist du Maria“, den Kanon „Ave Maria“, „Maria, Schönste vom hohen Himmelsthron“ und abschließend „Segne du Maria“ in der Bearbeitung vom bereits verstorbenen Kreischormeister Xaver Hartl. Das ursprünglich vorgesehene „Ohlstadter Marienlied“ entfiel. Alle Chor-TeilnehmerInnen trafen sich zum guten Ausklang in der „Post“. Unsere Anteilnahme gilt insbesondere Pfarrer Michael Würth, der sich offensichtlich in einer kritischen Phase seiner Krebserkrankung befindet.

23.6.2018 69. Kreissingen in Fürstenfeldbruck Herbert Klückers als 1. Vorsitzender nahm seinen Willkommensgruß am 23. Juni zum Anlaß, Klartext zu den auf EU-Ebene verordneten Datenschutzbestimmungen (mit saftigen Strafandrohungenauch für das Vereinsführung) unters Sangesvolk zu bringen: „Wenn unsere Ehrenamtlichen in den Vereinen derart bedroht werden, dann werden die Folgen für das freiwillige Engagement unabsehbar sein. Wir werden uns wehren!“ Die 18 verbliebenen aktiven Chöre im Landkreisverbund brachten 2018 ein buntesProgramm zustande. DemZeittrend entsprechend behandelten zwei Liedbeiträge mit „Schalt aus Dein Handy“ und „Tatschofonie“ gleich deutlich die Mobilfunkkrankheit zur Sprache. Die Chorgemeinschaft Mittelstetten sang unter dem einfühlsamen Dirigat von Gertraud Schöttl den Titel „Ich fühl wie Du“ aus dem Musical „Tabaluga und Lilli“ in der Bearbeitung von Andreas Becker und Gregor Rottschalk. Insgesamt (es war der 2. Beitrag im Gesamtprogramm) ließ die Akustik auf der Festsaalbühne zu wünschen übrig. Die Mittelstettener beteiligten sich auch mit der zweitstärksten Gruppe am gemischten Gemeinschaftschor des Sängerkreises mit dem Lied „Schenk der Seele einen Sonntag“. Auffällig, dass die Chöre aus Jesenwang und Fürstenfeldbruck (SK-Projektchor) auf ehemals sehr bekannte Melodien aus der Vorkriegs- und Kriegszeit zurückgriffen: „Schönes Wetter heute“ und „Irgendwo auf der Welt“.

Im übrigen war alles umweht vom deutschen Fußballbauchweh gegen die Schweden, was in Sotschi zeitgleich stattfand. (2 zu 1)

 

In Mindelheim und anderswo … im Landkreis Unterallgäu. Am 30. Juni kamen 45 Teilnehmer (jeweils hälftig Chorgemeinschaft und Nachbarn/Gäste) zusammen, um einen sonnigen Tag per Busfahrt gemeinsam zu begehen: Braumüller musste per Ausbuchung passen; die Wahl fiel auf Neumeyr in Dünzelbach. Das erste Ziel mit der inzwischen dritten Silvesterkirche (von nur fünf in Gesamt-Bayern) war Zaisertshofen/Gde.Tussenhausen. Mesner Anton Hochwind und Anhang bereiteten uns zur Butterbrezn aus der dortigen Bäckerei (mit Blumen) gedeckte Tische im Pfarrgarten, wobei die Chorfrauen mehrere (volle) Kaffeekannen beisteuerten. Danach führte uns Hochwind durch das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Pfarrhaus mit kostbarem Mobiliar und großformatigem Deckenbild zum präsentierten Kopf Johannes des Täufers im heutigen Trauzimmer der Gde., das auch zu sonstigen Veranstaltungen genutzt wird. Danach Besuch von St. Silvester (in dem der Chor zwei Lieder sang) mit einer eher „evangelischen“, bescheidenen Ausstattung, ohne jedes barocke Merkmal aus den Vorzeiten, was aber durchaus wegen seiner Schlichtheit wohltuend auf die Mehrheit der Betrachter wirkte. Über drei Jahrhunderte wurde das Kircheninnere mehrfach zwischen neugotisch, Rokoko und neuromanisch stilistisch verändert. Mesner Hochwind, gleichzeitig Dorfchronist, erzählte lebhaft über die kirchlichen Geschehnisse. Von ihm und den Helferinnen wurden wir herzlich verabschiedet – „So einen Kirchenbesuch von außen erleben wir heute zum ersten Mal!“ Wir hinterließen eine angemessene Spende.

Der Besuch der Kapelle Maria Schnee zum Ende der eindrucksvollen, uralten Lindenallee von Nassenbeuren  (inzwischen Ortsteil von Mindelheim) aufwärts war zunächst problematisch: Das für den Besuch vereinbarte Treffen mit der Mesnerin Manuela Schlögel kam nicht zustande. Zum Glück stellte sich dann der Kirchenpfleger Josef Stadler mit Schlüssel und auch sachverständig zum Inhalt der Kapelle ersatzweise zur Verfügung. Stadler war federführend tätig bei der letzten umfassenden Außenrenovierung 2009/10 der Kapelle, erforderlich durch einen morschen Dachstuhl mit zerbröselten Dachziegeln über dem Chorraum. Sobald man eintritt ist man zunächst fassungslos über die Wucht der mehrseitigen, geschnitzten barocken Chorraum-Gestaltung. Dazu kommen dann noch die geschnitzten Wandbilder beiderseits mit den 12 Aposteln. Und die farbigen Szenen und Personen auf und unter der gesamten Empore, geradezu ein  Abbild des „großen Welttheaters“: Zentral mit dem Geiger und „Ich erfreue Euch Alle“ und der Hure „Ich verführe Euch Alle“. Josef Stadler legte in seinen Ausführungen das Schwergewicht der Kapellenbeschreibung auf innerreligiöse Themen, was ein wenig langatmig geriet. Die Chorgemeinschaft sang nicht, da das „Ave Maria“ bereits in St. Silvester zu hören war. Wir hinterließen auch hier eine Spende. Aber - - - Wer schmückt sich denn da mit fremden Federn??? Die Nassenbeurener behaupten zwar fest und überzeugt, dass der kath. Pfarrer und geistliche Schriftsteller Christoph von Schmid das Gedicht zum später weltweit gesungenen Weihnachtslied „Ihr Kinderlein kommet …“ in seiner Zeit als Kaplan in Nassenbeuren (1791-95) geschrieben habe, aber die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg beweist in ihren Unterlagen, dass dem so nicht ist: Christoph von Schmid verfasste das achtstrophige Weihnachtsgedicht unter dem ursprünglichen Titel „Die Kinder bey der Krippe“ 1798 in Thannhausen, wurde 1811 erstveröffentlicht und 1818 in seine Werkesammlung mit pädagog. Anliegen „Blüthen, dem blühenden Alter gewidmet“ aufgenommen. Es wurde 1837 vom Regensburger Franz Xaver Luft vertont.

Für die Busfahrt-Teilnehmer schloß sich das vorbestellte Mittagessen auf der Terrasse des Landgasthofes Nassenbeuren an, idyllisch am Waldrand gelegen. Zeit genug, um das Mahl und die ländliche Umgebung und Stille zu genießen. Die Stadtführer Heinz Jakob und Wolfgang Kastello empfingen uns am oberen Stadttor der Mindelheimer Altstadt. In rund 60 Minuten führte man beide Teilnehmergruppen durch das voll aufgebaute Budenmilieu und Tandlerleben einer kostümierten Stadt im Mittelalter. Alles zeitlich etwas verknappt, da keine weiteren Kirchenbesichtigungen mehr wünschenswert waren. Nur ein Beispiel für die anschaulichen Erklärungen: Das „Einlasstor“ der historischen Stadtmauer zur Kornstraße war in alten Zeiten der einzige durchgehend geöffnete Zugang zur Altstadt, da von einer Wache bewacht und bewohnt. Am Parkplatz 3 beim unteren Stadttor verabschiedeten sich beide Führer, natürlich gegen städtische Gebühren. Es ging per Bus hinauf zur Mindelburg, wo uns Kaffee, Kuchen und Eisbecher erwarteten, Barbato Bruno dazu auf seiner Quetschn spielte. Einige wenige Teilnehmer mühten sich, die 120 Wendeltreppenstrufen im Aussichtsturm der Burg zu bewältigen. Dann ging es zügig zufuß steil hinab zur „Schwabenwiese“, wo sich die historisch-gewappneten Reisigen/Landsknechte schon zum späteren Schlachtengetümmel am „Peutelstein“ in den beiden Heeresgruppen „Kaiserliche um Frundsberg“ und „Venezianische“ feindlich gegenüberstanden: Zum großen Geschrei und Geknalle mit reichlich Pulverdampf aus Kanonen und Flinten. Verwunderlich nur, dass am Ende nur so wenige Tote auf dem Schlachtfeld herumlagen, um die sich die Marketenderinnen liebevoll kümmerten, um sie wieder auf die Beine zu bringen. Für die Bus-Teilnehmer war damit das Thema „Mindelheim“ gelaufen, obwohl später auftretende Gehörschäden nicht auszuschließen waren …

GS – frei Bauch.

 

6.7.2018 Jahresabschluss bei Hans und Anne. Nachdem die Männer den Raum vorbereitet hatten, haben die Damen die Tische schön dekoriert. Mit leckeren Brezen-Knödel-Stangen von Nicola und hervorragendem Rollbraten, vielen Salaten von unseren Damen hatten wir einen vergnüglichen Abend. Es gab natürlich auch einige Getränke, viele Gespräche und Einlagen von 3 jungen Damen. Mit Quetsche von Gertraud bedient, sangen wir auch einige Lieder. Ein schöner Abend!

 

Ein Tag zum Feiern … Die runden Geburtstage beim „Sieber“ haben schon fast Dorffestcharakter. Jetzt, am 20. Juli, feierte Hausherrin Karin Metzger ihren 60.sten: „Wer kennt die Völker, nennt die Namen, die gastlich hier zusammenkamen …“ (Schiller). Klar, dass die Chorgemeinschaft hier und heute präsent sein musste. Von den Frauen beherrscht am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen und in fast Aktiven-Sollstärke am Abend bei Hendl, Schaschlik, Gemüse und Brezn vom Verkaufswagen zum Nulltarif. Chorleiterin Gertraud Schöttl hatte zum chorischen Auftritt - trotz saisonaler Gesangspause - kurzfristig noch eine Einstimmungsprobe am Vorabend angesetzt. Die Choristen versammelten sich am nächsten Tag für den Geburtstag bei Renate Bach und lieferten dann per Schubkarren 18 Flaschen „Ungarische Mädchentraube“ (Renate, ungerührt: „Vom Netto. Doch das Zeug ist sooo süß, das es einen schüttelt. Aber, es ist ihr Lieblingsgetränk!“) bei der Adresse Hauptstraße 16 ab. Vorstand Reinhard Mahlmann überbrachte ergänzend die Glückwünsche der Aktiven und überhaupt der Chorgemeinschaft an die Jubilarin. Die dann am späteren Abend gesungenen Liedbeiträge „Was ist das Glück?“, "Musik erfüllt die Welt“ und die von der Chorleiterin verfaßten vier heiteren Versblöcke zur Biografie der Jubilarin, musikalisch unterlegt von „Da Tag“ vom geliebten Lorenz Maierhofer. Alles akustisch nicht so ganz einfach unterzubringen im langen, tischbesetzten Stadelgang, zumal die Gespräche ganz hinten und auch im Rücken der Choristen weitergingen. Ach so, ja: So ziemlich zum Schluß hin läuteten Heinz Nebl und Günter Schäftlein separat mit einer neuen Textversion von Reinhard Mey’s „Gute Nacht, Freunde“ das Ende eines frohen und heiteren Tages ein. „Nicht schlecht“, wie Gertraud Schöttl befand. Ein Tag, an dem sich Monika Bentenrieder mit Tochter Magdalena als Helferinnen und Bedienungen von geschätzten rund 80 Verwandten, Nachbarn, Chorleuten und sonstigen Gästen erwiesen. Einfach toll! Auch das Wetter spielte mit bei Karin’s Fest: Weil ein Glückskind eben auch Glück find. Leider hatten die Feuerwehrler bei ihrem Straßenfest am darauffolgenden Tag weniger davon. Text von Günter Schäftlein

 

26. Juli: An der bewegenden Trauerfeier in der Baindlkirchner Martinskirche für den mit 46 Jahren so früh verstorbenen kath. Pfarrer Michael Würth nahmen zahlreiche Mitglieder der Chorgemeinschaft Mittelstetten persönlich teil. Der schwerkranke Geistliche hatte mit einer beispiellosen Fürsorge und Hingabe bis zuletzt in dem ihm anvertrauten Pfarreienverbund Baindlkirch-Mittelstetten-Ried die kirchlichen Anlässe und schulischen/gesellschaftlichen Aufgaben verrichtet. Hier war er nach seiner Priesterweihe 1999 in Augsburg und den seelsorgerischen Anfängen (Stadtkaplan/Marktoberdorf, Benefiziat/Oberstdorf) ab 2003 für fast 15 Jahre unermüdlich tätig: „Die Liebe zur Kirche war ihm ein Herzensanliegen.“ Seinem letzten Wunsch entsprechend erfolgte die Beisetzung nicht im familiären Herkunftsort Waldshut, sondern im Baindlkirchner Priestergrab. (Text: Günter Schäftlein)

 

Sänger-Sommerstammtisch 29. Juli: Zum vereinbarten und von Emmi Hamperl energisch geforderten/geförderten Chor-Stelldichein auf der Terrasse beim „Lenz“ erschienen die Sangesaktiven (22) fast vollzählig bis auf drei: Regina, Claudia und Heinz hatten andere Anlässe. Es wurde ein langer, launiger Abend, nicht so sehr von der Sonne geplagt und auch von anderen Mitmenschen besucht: KSK, Wahl-Enttäuschte und ein Rest Dorfbeleber um Magda Schebesta. An diesem Abend wurde viel gesagt, was sich dennoch nicht zu einem Leitartikel geeignet hätte. Es wurde auch Bekanntes gesungen, auf Bitte beider Vorstände und von Emmi bei Gertraud Schöttl. Es fand sich auch noch die Gelegenheit zum Gedankenaustausch zwischen Reinhard Mahlmann und Hans Lais über die zuletzt im FFB-Sängerkreis-Vorstand behandelten Themen und Ideen.

 

8.September St. Silvester die Vierte - und Lindau:

Die Chorgemeinschaft Mittelstetten fuhr an einem Sonnentag und Tagesausflug zum Bodensee. Allerdings personell etwas ausgedünnt, was durch Nachbarn, Freunde, acht Baindlkirchner und drei vom Vorsitzenden Reinhard Mahlmann betreute Afghanen ausgeglichen werden konnte. Es wurde ein wirklich schöner Tag mit neuen Eindrücken von Land und See. Empfangen von der Mesnerin Ursula Klumpp an der Unterreitnauer St. Urban & St. Silvesterkirche gab es gleich im Pfarrheim regionale Säfte, Wasser und gebrannte „Wässerchen“ aus heimischem Obst. Und eine erste Einführung der Mesnerin und Pfarrgemeinderatsvorsitzenden in die Besonderheiten der Kirche - samt Sorgen. Hier insbesondere beim Dach, denn immerhin sind alle Altäre bis heute im Barockstil ausgestaltet. Dass die Kirche ein Doppelpatronat hat stört überhaupt nicht. Gefeiert wird sowieso nur am 31. Dezember! Es stört auch nicht, dass „Silvester“ als Papst und Heiliger nur fünfmal in den bayerischen Kirchen anzutreffen ist: Was das Ganze noch wertvoller macht, hier in der bayerischen Enklave im Lindauer Insel-Winkel. Es folgte ein längerer Gang durch die kirchlichen Einzelheiten. Und das Mittagsmahl im nahen Oberreitnau "beim Abel", gemütlich draußen und mit reichlichen Portionen (alles vorgeordert).

Am Lindauer Busbahnhof, unmittelbar vor dem Hafen, begrüßten uns die Stadtführer Winfriede und Wolfgang Luis zum - in zwei Gruppen - 1 ½-stündigen Gang durch die altstädtischen historischen Besonderheiten, einschließlich des Lebens und Treibens und der Verkaufsangebote vom gleichzeitigen Handwerker- und Genussmarkt. Der „Diebsturm“ war eine Betrachtung wert, war er doch jahrhundertelang der städtische „Knast“. In der ehemaligen St. Peterskirche, eines der ältesten Bauwerke am Bodensee, gab es zur glänzenden Akustik schon verblasste Holbein d.Ä.-Fresken aus dem 15. Jhd. zur Passion und dem Leidensweg Christi zu sehen. Heute ist dieser kirchliche Raum eine Gedächtnisstätte für die Gefallenen beider Weltkriege. Das „Alte Rathaus“, erbaut 1422-36,  mit Freitreppe und einem „Verkünder-Erker“ von 1578, mit aufwendigem Volutengiebel und vielen neueren Freskenbildern aus 1885-87 und einer gelungenen Rekonstruktion nach alten Plänen in den Jahren 1972/73. Das Rathaus zählt - vor- und rückseitig - zu den schönsten baulichen Ansichten in Süddeutschland. Am Hafen dann der wuchtige Mangturm, benannt nach einem bedeutenden Mäzen und Förderer Lindaus und bis 1856 Leuchtturm im Dienst der Stadt und für die Bodenseeflotte. Das ganze Kennenlernen endete dann beim Hafen und bei Eis-Café Schreier zu Kaffee & Kuchen und zur pünktlichen Rückfahrt ab 17 Uhr.

Bei der schlussendlich auch von den Teilnehmern einige Volkslieder „wiederbelebt“ wurden.

 

Text und Fotos von Günter Schäftlein

 

13. September Jahreshauptversammlung mit Neuwahl.

Außer den anstehenden Neuwahlen - mit Bestätigung der bisherigen Vereinsführung - stellte 1. Vorstand Reinhard Mahlmann der Versammlung aus aktueller Sichtweise erforderlich gewordene Satzungsänderungen zur Abstimmung und Genehmigung vor:

§1

1) Der korrekte, vollständige Vereinsnamen: Chorgemeinschaft 1977 Mittelstetten e.V.

2) Ein neues Geschäftsjahr (bisher von Herbst zu Herbst über zwei Jahre anberaumt), wird ab 2019 aus finanztechnischen Gründen dem Kalenderjahr angepasst.

3) Vereinsehrungen: Passive und fördernde Mitglieder werden schriftlich geehrt.

4) Vorstand: Er besteht aus dem 1. Vorstand und einem gleichberechtigten, stellvertretenden Vorsitzenden (§26 BGB), die den Verein gerichtlich und außergerichtlich vertreten. Ferner gehören Kassier, Schriftführer/in und Festwart dazu. Die bisherige Funktion eines 2. Kassiers entfällt, da die Vereinsjahresbeiträge nicht mehr in bar, sondern über das Bank-Lastschriftverfahren erhoben werden.

§2

Mitgliedschaften: Auf Kreis- und Landesebene gehört die Chorgemeinschaft 1977 Mittelstetten als Mitglied zum Sängerkreis Fürstenfeldbruck und zum Bayerischen Sängerbund.

 

Die vorgetragenen Änderungswünsche zur Satzung wurden von der Versammlung einstimmig gebilligt.

 

1.Vorstand

Reinhard Mahlmann

2.Vorstand

Hans Lais

Kassier

Heinz Nebl

Schriftführerin

Emmi Hamperl

 

1.12.2018

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt …

Bevor es losbrannte, trafen sich wie gewohnt die Aktiven in der Chorgemeinschaft zum jährlichen Abschlusstraining für das Adventkonzert in St. Silvester beim Wirt „Lenz“ in der Post.Hinzukamen auch noch für eine Weile die nicht vereinsgebundenen Jungsängerinnen aus Mittelstetten mit ihren speziellen Beiträgen:  Ariana und Thalea Klenner und Carina Böss. Und natürlich auch unsere ständige Klavier- und Orgelbegleiterin Anja Mahlmann-Wachendorff. Das Programm stellte - ebenfalls wie gewohnt von Gertraud Schöttl - gewisse Anforderungen, zumal der Chor mit seinen inzwischen (stabil) rund 20 Sänger/innen etwas geschrumpft ist. Bis zuletzt wurde auch an diesem Probensamstag (10-16 Uhr, unterbrochen vom Mittagsessen und endend mit dem Kaffeetrinken) gefeilt an Liedern wie „Rex Gloriae“, dem heißgeliebten (Chorleiterin!) „Adventjodler“, „Sing ma im Advent“, „Hör in den Klang der Stille“, „is finster draußt“, „Wieder naht der heil’ge Stern“, „I spür’ schon, i woaß schon“ mit dem Solisten Willi Schuppach, „Brennende Lichter“,„Du kommst zu uns so still und leise“, „Freue dich Welt, dein König naht“ und als Krönung das „Vater unser“ in der Schöpfung (Musik und Text) von Gerhard Lagrange. Das Schlusslied, gemeinsam für Chor und Besucher, der „Andachtsjodler“ mit zwei Wiederholungen. Nun hoffen wir alle miteinander, das alles am 15. Dezember in St. Silvester so gut geht und ankommt, wie es sich unsere Chorleiterin vorstellt. Und damit Vorstand Reinhard Mahlmann auch ein echtes Geschenk hat zu seinem 70er an diesem Tage. Der noch beim Wirt angemessen gefeiert wird.

Günter Schäftlein

 

15.Dez.2018. Gelungenes Adventsingen

25 einzelne Programmpunkte waren beim gemischten Auftritt von der Chorgemeinschaft mit Lesungen, dem Mittelstettener Mädchenquartett, Orgelmusik und dem instrumentalen Duo aus Harfe/Flöte am Vorabend des 3. Advents in der St. Silvesterkirche zu bewältigen. Chor- und Leiterin Gertraud Schöttl schaute im Vorfeld der Vorbereitungen gelegentlich etwas besorgt in die Interpretenrunde - und war umso erfreuter über den Erfolg und auch die Geduld des Publikums in der vollbesetzten Kirche. Der Schlussbeifall belohnte alle Mühen. Unter anderem hatte die Chorleiterin beim Eingangslied „Adventjodler“ von Lorenz Maierhofer erreicht, dass bei dieser gesanglichen Neuheit alle ohne Bladl auskamen und Bariton Willi Schuppach sein Solo im Lied „I spür scho, i woaß scho“ wechselweise mit dem Chor ausschöpfte. Insgesamt sang der Chor elf Beiträge, darunter auch ganz kurz vor dem Ende das mächtige „Vater unser“ in der Vertonung von Gerhard Lagrange. Das Mädchenquartett mit Ariana und Thalea Klenner, Anna Broos und Carina Böss sang „Und wenn er wirklich wiederkäme“, „Auf dem Weg nach Betlehem“, „Wäre die Freude“ und „Halleluja“ und wiederholte damit die Qualität aus dem Vorjahr. Drei instrumentale Beiträge von Chiara Spörl (Harfe) und Veronika Franz (Flöte) ergänzten mit „Elenor Plunkett“, „Menuett“ und „Tsagaan subraga“ den gesanglichen Teil. Emmi Hamperl und Regina Günther sprachen die adventlichen Gedanken und Gedichte in ihren Zwischentexten. In der Orgel- und Klavierbegleitung setzte Anja Mahlmann-Wachendorff mit „Freue dich Welt“, „Hine ma tov“ und „Ehre sei Gott“ eindrucksvoll ihre Orgel-Akzente.

 

und danach runder Geburtstag - das alles an einem Abend und bis in die Nacht … Für den Jubilar Reinhard  - aber auch noch für andere -  sicher ein anstrengender, aber auch sehr schöner Tag. Die gesamte Führungsmannschaft des Sängerkreises Fürstenfeldbruck erschien im Saal bei Lorenz Karl, um dem Schriftführer der Formation zu gratulieren. Sie hatten auch biografisch Älteres von ihrem Kollegen vorzutragen und sparten auch nicht mit gesanglichen Bonmots. Das ließen sich wiederum die Wackeren von der heimischen Chorgemeinschaft nicht bieten und boten ihnen im „Sängerkrieg auf der Lenzburg“ mit Belobigungen a la „Reinhard wir danken Dir, für Deine Führung hier …“ und sonstigen Personenbeschreibungsmerkmalen und selbstverfassten Spielszenen Paroli! Reinhard Mahlmann war gerührt und dankbar. Für alles revanchierte er sich mit einer feuchtfröhlichen Feier und reichlichem Essen.Man lernte eine vielschichtige Doppelfamilie mit Allerjüngsten, Jüngeren, Heiratsfähigen und älteren Semestern sowie vielen Freunden und Bekannten kennen. Und im Übrigen waren auch die Partner der Chormitglieder eingeladen. Natürlich auch das Mittelstettener Mädchenquartett und die beiden Mädchen an Harfe und Flöte im Adventkonzert. Die fünf Musiker der „Jazz a weng“-Gang ließen fleißig keine Gelegenheit aus, sich zu produzieren und präsentieren: Da kam mancher alte Ohrwurm wieder zur Geltung. Fazit: Es war ein runder Geburtstag mit vielem bunten Allerlei.

Text/Fotos: Günter Schäftlein

 

31.12.2018  Zum Jahresabschluß begleitete der Chor das Patrozinium von St. Silvester.

 

12.5.2019 Mit 4 Liedern gestalteten wir die Maiandacht.

 

26.5.2019 Wir gestalten zwei evangelische Gottesdienste, in Althegnenberg mit Pfarrerin Wagner und in Wabern mit Pfarrerin Dr. Sichert mit jeweils vier Liedern.

 

2.6.2019 Der MGV Steinbach wird 100 Jahre und veranstaltet ein Freundschaftsingen in Steinbach. Chöre aus Egling, Wenigmünchen, Aufkirchen, Moorenweis, Kottgeisering, Jesenwang, Luttenwang und der Kirchenchor Steinbach waren eingeladen. Wir sangen das Lied "Einwendig" und "Lady Sunshine". Ein gelungener Nachmittag. Herzlichen Dank an den MGV Steinbach.

 

4.7.2019 Ilse hat Geburtstag und wir singen ihr ein Ständchen

 

20.07.2019 Singet froh im Brucker Land …

… auch 2019 in der Festhalle des FFB-Forums. Und das vor allen Dingen zum 70. Geburtstag des Sängerkreises Fürstenfeldbruck. Toni Trohorsch, Kreis-Chormeister, setzte dabei voraus, dass man sich anlässlich des Jubiläums und bei dieser Sängerkreis-Hymne feierlich rechts und links die Hände gibt. Bei 18 angetretenen Chören keine leichte Übung. Trohorsch vergaß auch in diesem Zusammenhang, dass die Hymnen-Uraufführung (Text Josef Aschauer, Musik Theodor Bezold, beide aus FFB) beim 3. Kreissingen 1952 in Jesenwang beinahe in die Hose ging, weil der Gemeinschaftschor einen Ton zu tief ansetzte und zu schleppend sang. Beifall gab es erst, als der MGV Fürstenfeldbruck die Hymne nochmals vortrug.

In ihren Wortbeiträgen zum gesanglichen Geschehen überzeugten die Kreischormeister Toni Trohorsch und Thomas Huppertz in der Lied-Anmoderation, 1. Vorsitzender Herbert Klückers  im Rückblick auf den Beginn des Sängerkreises am 27. Nov. 1949 im Hotel Post in Fürstenfeldbruck mit dem 1. Vorsitzenden Karl Huber aus Fürstenfeldbruck, 2. Vorsitzenden Willi Zeitler aus Gröbenzell, Schriftführer Sepp Steinsberger aus Emmering, Kassier Franz Lettl aus Fürstenfeldbruck, 1. Kreischormeister Georg Sellwanger aus Jesenwang, 2. Kreischormeister Anton Kurtz aus Eichenau. Aber auch das erste Kreissingen am 18. Juni 1950 in Moorenweis war mit rund 1500 Festgästen in einem großen Obstgarten ein voller Erfolg, worüber das FFB Tagblatt ermunternd berichtete: “Es ist ein gutes Zeichen der Liedpflege in unserem Landkeis.“ 2019, 69 Jahre später, bestätigten Klückers und Trohorsch einvernehmlich, dass der Bestand von 27 Gesangvereinen mit 15 Kinder- und Jugendchören und rund 1100 Mitgliedern im Sängerkreis bestens zum Vorzeigen geeignet sei und das „insbesondere durch die Leistungen unserer Chorleiter/innen…“ Herbert Klückers stellte noch nachdrücklich fest, dass er erst der dritte 1. Vorsitzende im Sängerkreis FFB wäre und das spräche ja für seine Vorgänger Karl Huber (1949-73) und Ludwig Lösch (1973-2008). Auch ein Anlaß für ihn, Kassier Toni Schlichter und die ehemalige 2. Vorsitzende (1993-2018) Therese Rothenanger auf die Bühne zu bitten. Toni Schlichter wurde für sein bisher 25jähriges Kassenamt mit der goldenen Vereinsehrennadel geehrt, Resi Rothenanger für ihren 25jährigen Einsatz in der Sängerkreis-Vorstandschaft ebenfalls mit der Goldnadel (und Brillianten) sowie der Silber-Stimmgabel vom Bayerischen Sängerbund für ihre jahrzehntelange Vereinsführung der Singgemeinschaft Grafrath (heute „Cantiamo“). Beide erhielten hierzu ergänzende Urkunden. 

Das Gesangliche des Abends vom 20. Juli  2019 wurde eröffnet mit dem Choral „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ von Ludwig van Beethoven, vorgetragen vom Männerchor im Gemeinschaftschor des Sängerkreises. Er endete - wie gewohnt - mit einem gemeinsamen Lied für die Chöre und Festgäste. Die Europahymne „Freude schöner Götterfunke“ schien dafür bestens geeignet.

Die zwanzig gesanglichen Beiträge der 18 Chöre hinterließen einen ausgeglichenen Eindruck. In der Reihenfolge traten auf: Chorgemeinschaft MGV Fürstenfeldbruck (2 Lieder), Liederkranz Aufkirchen, MGV Gröbenzell/Männerchor Emmering, Gesangverein Mammendorf, Harmonie Olching, MGV Frohsinn Luttenwang, MGV 1889 Gemischter Chor Geltendorf, Chorgemeinschaft MGV Türkenfeld, MGV Jesenwang, Liedertafel Günzlhofen. Und nach der Pause: Chorgemeinschaft Mittelstetten, Liedertafel Moorenweis, Cantiamo Grafrath, MGV Wenigmünchen, Liederkranz Althegnenberg, MGV Steinbach, Liederhort Adelshofen, Gröben-Töne Gröbenzell (2 Lieder).Im Überblick zu 18 Chören und 20 Musikbeiträgen (darunter auch ein Potpourri) konnte man feststellen, dass 2019 keine schwächeren Darbietungen auszumachen waren. Alle Chöre konnten Pluspunkte verbuchen und fanden den entsprechenden Beifall. Die Chorgemeinschaft Mittelstetten sang eine etwas unbekanntere Udo Jürgens-Version mit „Mein Bruder ist ein Maler“.Nach Proben-Schwierigkeiten (personeller Mangel) gelang dank Chorleiterin Gertraud Schöttl eine überraschend gute, einwandfreie Aufführung - mit viel Beifall belohnt. Gertraud war erleichtert und dankbar. Auch die Althegnenberger konnten sich mit „Let’s Jodl“ in einer ungewohnten Mischung aus bayerisch-afrikanischen Jodel-Fetzen mit Lautstärke und Zwischenschritten unter Leitung von Nikola Wex einem interkulturellen Erlebnis nähern.

 

26.07.2019 Sommerfest

Der Wettergott hat es zu gut gemeint. Heiß und schwül. Aber es ist genügend Platz da und so wurden die Tische nach dem Essen schnell nach draußen getragenDer Wettergott hat es zu gut gemeint. Heiß und schwül. Aber es ist genügend Platz da und so wurden die Tische nach dem Essen schnell nach draußen getragen und dort fröhlich musiziert und gesungen. Als der Regen anfing verschwanden wir wieder in der Garage und saßen dort noch lange zusammen. Dank der vielen Helfer war der Auf- und Abbau schnell erledigt.

 

22.08.2019 Stammtisch beim Lenz

Dafür hatte Emmi Hamperl auch 2019 - wie immer seit vielen Jahren - die Werbetrommel im  veranstaltungssiechen Monat August kräftig gerührt. Und so traf man sich am 22.sten abends und von der Initiatorin knapp aber siegessicher kommentiert mit „Alle sind gekommen!!!“

Sogar nach einer längeren Sangespause auch wieder Heinz Nebl und Günter Schäftlein und damit insgesamt achtzehn Sangesschwestern/-brüder mit Chorleiterin Gertraud Schöttl. Der Post-Wirt Lorenz Karl freute sich - verständlicherweise - und Hilde Weiß begoß (Stamperl!) mit allen Anwesenden ihren 55.sten, der nur zwei Tage vorher anlag. In die entspannte Runde kam Vorstand Reinhard Mahlmann mit dem Proben-Fahrplan und die Auftritte zwischen dem 30. August (Beerdigungsmesse für Adi Hauser) und dem 31. Dez. 2019 (Patrozinium in der hiesigen Kirche St. Silvester). Ansonsten stand der Abend unter dem nichtöffentlichen aber munteren Motto „Es gibt immer was zu erzählen …“

Unterstrichen von Karin Metzger, Renate Bach, Emmi Hamperl, Hilde Weiß, Gertraud Schöttl, Regina Günther, Anna Lima, Elfriede Rappat, Elfriede Herzner, Maria Schilder, Elke Sommer- Fischl, Willi Schuppach, Alfred Aubele, Michael Peil, Günter Schäftlein, Klaus-Dieter Rappat, Reinhard Mahlmann, Hans Lais und Heinz Nebl.

 

08.10.2019 Gebutrtstag von unserer  Schriftführerin

Wer zählt die Völker, nennt die Namen, die hier zum Fest zusammenkamen? Und diese Serie streckte sich am 8. Okt. 2019 über den ganzen Tag und eine halbe Nacht. Unsere verdienstkreuzverdächtige Schriftführerin über Jahrzehnte (seit 1988) kam aus den Umarmungen kaum mal heraus - dann stand schon wieder jemand hinter ihr! Kaffee und Kuchen, Wein und Sekt und mit noch einer leckeren Brotzeit wurden wir verwöhnt.

 

11.11.2019 Teilnahme am Martinsumzug

Zum 1. Mal nahm die Chorgemeinschaft am Martinsumzug teil. Mit Quetsche und vielen Stimmen begleiteten wir den Umzug und danach gab es gebratene Würstchen am Lagerfeuer.

 

16.11.2019 Probensamstag

Chorleiterin Gertraud Schöttl hatte wieder zum besseren und längeren Training und im Hinblick auf das nahende Adventssingen in St. Silvester am 1. Advent die Aktiven zum Singen und auch zur musikalischen Begleitung eingeladen. Hinzu kam wieder wie schon gewohnt ergänzend der vierköpfige Jugendchor aus Mittelstetten mit zum Teil eigenem Programm. Insgesamt wurde das vorgesehene Liedgut durchgeübt, mit Gewinn für die Sicherheit und lediglich unterbrochen mit einer Getränkepause und dem vereinbarten Mittagessen in der „Post“ bei Lorenz Karl. Der Probentag endete dann am Nachmittag mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen der Chorfrauen. Emmi Hamperl, noch frischgebackene 80erin, spendete großzügig den Chormitgliedern das Mittagsmahl.

 

01.12.2019 Adventssingen in St. Silvester

Die Chorgemeinschaft wurde beim Adventssingen begleitet von Anja Mahlmann-Wachendorff (Orgel). Chiara Spörl (Harfe) und Veronica Franz (Flöte) sowie dem Mädchen-„Jugendchor zu viert“ mit Ariana und Thalea Klenner, Mara Seitz und Carina Böss. Sie gestalteten den jugendlichen Rahmen. Texte sprachen Regina Günther, Emmi Hamperl und Maria Schilder. Gesamtleitung: Gertraud Schöttl.

Nach der Orgel-Eröffnung mit „Lobsinget Gott, dem Herrn“ und dem „Adventsjodler“ des Chores folgte die Begrüßung durch Hans Lais in Vertretung für den erkrankten 1. Vorsitzenden Reinhard Mahlmann. Es schloß sich die Kärntner Volksweise „Reseda und Astarlan“ an. Eigentlich hätte man hierzu aussprachlich für die meisten Zuhörer einen Text-Übersetzer gebraucht. Der Jugendchorsang danach „Kinder tragen Licht ins Dunkel“, klug ergänzt durch das Duo Spörl/Franz mit dem Musikstück „Amicitia“. Die Chorgemeinschaft folgte mit „Es wird ein Stern aufgehen“ und Regina Günther las das Gedicht „Advent“ von Karl von Gerok. Zusammen sangen danach Chor und Jugendchor „Lauschet, höret in die Stille“ in der Bearbeitung von Lorenz Maierhofer nach der russischen Volksweise „Bajuschki Bayu“. Der Jugendchor schloß alleine an mit „Ins Wasser fällt ein Stein“. Das Duo Spörl/Franz glänzte mit dem „Bobinger Menuett“. Streng zeitbezogen sang der Chor danach „Im Dunkel naht die Weihnacht“. Im zweiten Text breitete Emmi Hamperl die Gedanken aus zu „Jetz is die stade Zeit“. Zur Ehrung aller verstorbenen Vereinsmitglieder folgte Mozarts meistgespielte Mottete „Ave Verum“, vom Chor bewältigt, auch mit innerlichem Verhalten noch nach dem letzten Ton - und anerkennendem Blick der Chorleiterin Gertraud Schöttl. Dietrich Bonhoeffer’s geschriebenes Vermächtnis aus 1944 „Von guten Mächten“ in der Bearbeitung von Siegfried Fietz schloß sich an.. Danach - wieder mit Ausrufezeichen - die Musik vom Duo Spörl/Franz mit „Tsagaan subraga“! Der Chor folgte mit „Wieder naht der heil’ge Stern“ und an der Orgel brillierte Anja Mahlmann-Wachendorff mit „Nada de turbe“ (aus dem Taizé-Reservoire). Ihren zweiten Text trug Regina Günther mit „Deshalb wünsche ich dir“ von Christa Spilling-Nöker vor. Der Chor zelebrierte den vierstimmigen Kanon „Tochter Zion“ und der letzte Jugendchor-Beitrag klopfte mit „Und wenn Er wirklich wiederkäme …“ vielsagend bei der Zukunft an. Die Händel-Melodie zu „Freue dich Welt, dein König naht“, im Satz von Klaus Heizmann, gab vom Chor darauf schon eine Antwort. Im letzten Text zum Thema der nächsten Wochen erinnerte Maria Schilder an „Adventlicher leben!“. Musikalisch folgte vom Chor noch der bekannte „Andachtsjodler“, in der letzten Strophe gemeinsam mit den Besuchern. Schlußendlich sangen alle auch das Lied „Tochter Zion, freue dich“ und Anja Mahlmann-Wachendorff schloß mit einem Orgel-Tonfeuerwerk das gelungene Adventssingen 2019 ab.

 

Anna Lima zum 80.sten … Für den 30. Dezember, sehr kurz vor Jahresschluß, werden sich ihre Eltern ausgerechnet haben, dass sie einen prima Startschuß ins neue Jahr mitbekommt. Anna kam als erstes Kind und einziges Madel unter späteren fünf Buben zur Welt. Kein leichter Stand und von wegen verwöhnt werden: „Ich war die Älteste und immer auch für alle Hausarbeit gut“. Das alles im oberpfälzischen Marktflecken Laaber und westlich von Regensburg. Anna Lima wurde im ersten Kriegsjahr 1939 geboren und lud jetzt die Chor-Aktiven in ihr „Dahoam“ in Mittelstetten zum Feiern ein. Es wurde ein ausgedehnter, fröhlicher Kaffee-Kuchen-Nachmittag mit viel Musik und Gesang und dem fast kompletten Gertraud-Schöttl-Quetschen-Repertoire. Aber, nicht zu vergessen, auch mit der unermüdlichen Gäste-Bedienung durch ihren Ehemann und Tochter. Wenn nicht für das bevorstehende Patrozinium in St. Silvester noch eine weitere Probe am Abend angestanden hätte, wären wir gern auch noch länger bei den Lima’s geblieben.

 

31.12.2019 Patrozinium in St. Silvester  Pfarrer Anton Brandstetter hatte in seiner Predigt am 31. Dezember ein ausführliches Geschichtsbild zum späteren Heiligen und Papst Silvester (tätig 314 bis 335 in Rom) ausgearbeitet: Anerkennenswert in der Gesamtsubstanz, wenn auch erwähnenswert gewesen wäre, dass dieser wichtige Kirchenmann - mit der Unterstützung durch den römischen Kaiser Konstantin - in einer Zeit der zunehmenden politischen Anerkennung der christlichen Kirche heute in Gesamtbayern nur eine kleine Nebenrolle spielt: Mit unserer Kirche in nur weiteren vier Kirchen als Patron vertreten ist in M-Schwabing und im bayerischen Schwaben in Hiltenfingen, Zaisertshofen sowie Lindau-Unterreitnau.

Musikalisch trug die Chorgemeinschaft unter der Leitung von Gertraud Schöttl zusammen mit Organist Leonhard Bachmeir zum liturgischen Ablauf in der Festmesse wesentliche Elemente bei: Mit dem Kyrie, Benedictus und Agnus Dei aus der Messe des Bonifatius, mit dem russischen Vespergesang „Jubilate“ von D. Bortniansky (1751-1825), dem „Herbei, o ihr Gläub’gen“ im Satz von Friedrich Silcher (1789-1860) nach dem Weihnachtshymnus „Adeste fideles“ und der vom Wenigmünchener Xaver Hartl 1972 überarbeitete Satz „Heilige Nacht“ in der Fassung von Joh. Fr. Reichardt. Chorleiterin Gertraud Schöttl hatte alles im Griff und übernahm dazu Solopartien aus der Liturgie.

 

09.10.2020 beginnt in Harmonie und Kürze

„Das war meine bisher kürzeste Jahreshauptversammlung“, resümierte nach nur 30 Minuten Vorstand Reinhard Mahlmann im Gasthof „Post“ am 9. Jan. 2020. Und dies nach seiner Begrüßung und Verlesung des handschriftlichen Jahresberichts zum Vereinsgeschehen 2019 von der erkrankten Schriftführerin Emmi Hamperl, für die Genesungswünsche schriftlich abgefasst wurden. Kassier Heinz Nebl stellte präzise Einnahmen und Ausgaben im Fiskaljahr 2019 vor, verzeichnete ein zufriedenstellendes Ergebnis und unterstrich den Einnahmesektor, insbesondere getragen von großzügigen Spenden aus dem Mitgliederbereich. Kassenprüfer Alfred Aubele bestätigte die ordnungsgemäße Führung und die Versammlung gab einstimmig ihre Zustimmung hierzu. Chorleiterin Gertraud Schöttl wies auf das gelungene Patroziniumssingen in St. Silvester und auf das Lob von Pfr. Anton Brandstetter hin. Bereits jetzt feststehende Auftrittstermine für 2020 sind am 28. März beim Jubiläum der Liedertafel Günzlhofen, am 17. Mai die Maiandacht in St. Silvester und das 71. Kreissingen im Stadtsaal FFB am 20. Juni.

Abschließenderfolgte der gesangliche Abschied für den inzwischen 85jährigen Günter Schäftlein, zertifiziert mit einer Urkunde über 37 Jahre aktives Singen, je 6 Jahre als 1. Vereinsvorstand und Festwart, mit einem Dank für das verfasste Festbuch zum 25Jährigen der Chorgemeinschaft 2002, den vielen organisierten Tagesausflügen in Bayern und der Pressearbeit.Für seinen - verhinderten - Geburtstag im Dezember übergab der Chor nachträglich ein trinkbares Geschenkpaket. Im übrigen verblieb nach der erwähnten halben Programmstunde noch reichlich programmlose Freizeit beim Wirt „Lenz“.

 

18.01.2020 Gründungsmitglied Karin Hölzl, langjähriges aktives Mitglied der Chorgemeinschaft und 1. Vorsitzende in den Jahren 1985-88, ist von uns gegangen. Wir haben sie als Chorsängerin mit begabter Stimme vermißt, als sie mit ihrem Mann und Viktualienmarkt-Metzger Emmeran Hölzl (der uns auf dem Freisitz der Fam. Graf in Vogach beim Saisonabschluß vielfach mit leckeren Sachen verwöhnte) ihre Häuslichkeiten in Mittelstetten aufgaben und zum neuen Anwesen in Steinebach am Wörthsee umzogen. Karin hat aber über viele Jahre den Kontakt zur Chorgemeinschaft aufrechterhalten. Sie starb jetzt - und nur mit einer kleinen Anzeige im Münchner Merkur-Teil angezeigt - am 13. Januar 2020 und wurde in der Grabanlage ihres früher verstorbenen Mannes in Steinebach beigesetzt. Der Chor war mit der Fahnenabordnung vertreten.

 

20.02.2020 Der Chor trifft sich am Glumperten Donnerstag zu Weißwürste, Gesang und Geselligkeit und alle sind erschienen.

 

23.07.2020 Chorbesuch bei Klaus-Dieter Rappat

19 Sänger/innen mit Chorleiterin Gertraud Schöttl hatten sich am 23. Juli 2020 am Grab des so früh verstorbenen Gesangsbruders Rappat versammelt - ohne Maske! Infolge der strengen CORONA-Disziplinen - auch dem Gesang gegenüber - waren die vorgesehenen, ganz persönlichen Abschiedslieder nachgeholt worden - ohne weitere Trauergäste: „Kimmt scho hoamli die Nacht“ und „Segne du Maria“. Es folgte keine Ansprache, sondern Nachdenken. Emmi Hamperl und Reinhard Mahlmann erinnerten die kleine Gemeinschaft auch an den Besuch der bereits vorher verstorbenen Chormitglieder in der parallelen Gräberreihe: Maria Weiß (2004), Irmgard Lugauer (2015), Hella Schäftlein (2015), Michael Bentenrieder (2016), Toni Hamperl (2017) und Wolfgang Zangl (1994). Im oberen Teil des Friedhofs Josef Lais (2003). 

Der Abend fand seinen Abschluß bei unserem Wirt Lorenz Karl auf der Terrasse - und das war sicher auch für ihn ein Trost in dieser unseligen Virus-Pandemie, rein vom Wirtschaftlichen her. Aber, es könnte ja auch ein Hinweis sein auf unsere Besinnung und Besserung zusammen.

20.08.2020 Auftritt vom Anti-Corona-Chor beim „Lenz

 

Am Donnerstag, 20. August 2020, war es endlich soweit, dass die Chorgemeinschaft Mittelstetten gegen diesen vermaledeiten, unfairen Virus Maßnahmen ergreifen musste. Emmi Hamperl - wie seit Jahrzehnten gewohnt - erklärte dem Feind (nach Rücksprache mit dem Vereinsvorstand) entschlossen den mutterländischen Trotz und Widerstand mit einem Chor-Auftritt beim „Lenz auf der Terrasse“, unter Berücksichtigung der politischen Einschränkungsvorgaben (sprich: Abstandswahrung) und natürlich zur Freude vom Hausherrn und Wirt Lorenz Karl. Die räumlichen Abstände waren fast millimetergenau ausgelotet, behinderten aber hörbar die gesangliche Qualität und die Harmonie; bewiesen aber auch den Kampfgeist für’s Zusammenkommen überhaupt. Man konnte mit dem Versuch (bekannteres, eingeübtes Liedgut) zufrieden sein. Aber Chorleiterin Gertraud versprach eine Verbesserung unter den normalen Bedingungen - ohne Virus!

Auch Wunschdenken von Autor Günter Schäftlein

 

27.09.2020  Probe beim "Lenz"

Ab dem 8.10 . werden wir wieder jeden Donnerstag beim "Lenz" proben. Endlich geht es weiter.